Jeffrey dahmer selbstporträt eines serienmörders netflix
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Mithilfe bislang unveröffentlichter Tonaufnahmen sowie Interviews mit Ermittlern, Journalisten und Überlebenden wird eine der größten Fahndungen der US-Geschichte neu aufgerollt.
Besonders im Fokus: Davids erschreckend gleichgültiges Auftreten, seine kryptischen Briefe an Polizei und Presse sowie die bizarre Geschichte vom Nachbarshund, der ihn angeblich zum Morden anstiftete.
Aber um trotzdem nicht von ihnen verlassen zu werden.
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Am Ende stellt sich für Zuschauer, wie für das Gericht und Jury vor rund 30 Jahren die Frage: insane or evil? War Dahmer böse, oder „nur“ wahnsinnig?
Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders (2022): Wer streamt es? Er will, dass seine Opfer, zu denen er sich (sexuell) hingezogen fühlt, bei ihm bleiben, wie er immer wieder sagt. Regisseur Joe Berlinger verspricht einen tiefen Blick in eine verstörende Psyche – und eine Gesellschaft im Ausnahmezustand.True Crime weiterhin beliebtes Netflix-Genre
Die Dokumentation folgt nicht nur dem Verlauf der Ermittlungen, sondern stellt auch die mediale und gesellschaftliche Reaktion in den Vordergrund.
Dabei wird deutlich, wie sich reale Verbrechen in kollektive Erinnerungen einschreiben – und welche Rolle der Kontakt zur Presse für solche Täter spielen kann.
Dass wahre Verbrechen in Dokumentationen und Podcasts aufgearbeitet werden, ist längst ein fester Bestandteil der Popkultur. Irgendwie heißt es das ja fast immer, dem hätte man das nie zugetraut, aber das, was Dahmer von vielen anderen Serienmördern unterscheidet, was sich dann im Lauf der Serie ab Folge 2, zeigt, ist eine seltsam klare Selbstreflexionsgabe, das offenkundige Wissen darüber, dass die Taten falsch waren und warum sie falsch waren, bei gleichzeitigem Unverständnis darüber, warum sie geschehen (mussten) und von ihm selbst nicht zu verhindern waren.
Dahmer erzählt grausamste Details seiner Morde, die von Mal zu Mal abartiger und bestialischer werden, mit größter Ruhe, als würde er über das Wetter sprechen.
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Als „Motiv“ für seine knapp 20 Morde, die zwischen 1978 und 1991 stattfanden, nennt er den Wunsch nach Kontrolle, danach, jemanden gefügig zu machen.
Die Briefe von David sorgten für Schlagzeilen, während sich Gerüchte, Theorien und falsche Spuren häuften.
Regisseur Joe, bekannt für frühere Netflix-Produktionen über Ted Bundy (✝42) und Jeffrey Dahmer, legt den Fokus erneut auf die Verbindung von Täter, öffentlicher Wahrnehmung und Medienwirkung. Ab dem 30.
Die damals gegebene Antwort mag auch heute noch Gültigkeit haben, ein „Phänomen“ bleibt Jeffrey Dahmer weiterhin, da seine Taten zwar im Detail erzählt, nacherzählt, gezeigt und analysiert werden, aber dennoch nicht gänzlich verstanden werden können.
Fazit:
Für Freunde von True Crime-Formaten bietet „Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders“ solides Ansichtsmaterial, das man so von Serienschöpfer Joe Berlinger gewohnt ist.
Anbieter & Infos
Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders
Wer streamt "Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders" ?
Wo läuft "Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders"?
"Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders" läuft aktuell bei folgenden Streaming-Anbietern:
Netflix.
Inhaltsbeschreibung
In ungehemmten Interviews legt der Serienkiller Jeffrey Dahmer Geständnisse seiner Gräueltaten ab und gewährt so schockierende Einblicke in seine gestörte Psyche.
Schwartz, Kenneth Smail, Gerald P. Boyle, E. Michael McCann, Dennis Murphy, Kenneth Meuler, Jeff Fleming, Jeff Connor, Heather Kelly, Eric Tyson, Michail Takach, Jeffrey Jentzen, Crocker Stephenson, Norman Goldfarb, Roy Ratcliff, Eric Michael Hambury, Lionel Dahmer
Episodenguide
auf Netflix.
Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Bewertung: 7 von 10.(73/100)
Weiterlesen: Die 10 besten True Crime-Dokus auf Netflix
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Bilder: (c) Netflix
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Netflix erweitert nach Jeffrey Dahmer & Ted Bundy die „Selbstporträt eines Serienmörders“-Serie
Stand:
Von: Carina Bukenberger
Kommentare
David Berkowitz verwandelte sich in einen Killer – angeblich wegen Anweisungen eines Hundes.
Dahmer selbst sagt an einer Stelle zu Ermittlern, er wolle seine Familie aus all dem „raushalten“, sie hätten nichts damit zu tun, er schwört Reue gegenüber seinen Eltern. Technisch ist all das – wie von Berlinger gewohnt – ordentlich gemacht, wirkungsvoll geschnitten und erzählt.
Dass die Serie erst „Schwung aufnehmen“ muss, liegt auch an der eher untypischen Biografie von Jeffrey Dahmer.
Ja, sein Eltern hatten Probleme und Konflikte, stritten sich, es kam zu kleinen Handgreiflichkeiten zwischen ihnen und zur Trennung – alles trotzdem nichts, das nicht Millionen anderer Kinder auch erleben, die dennoch nicht zum „Monster“ werden. Denn ungleich vielen anderen Gewalttätern hat er selbst keine lange Geschichte von Traumatisierungen in der Kindheit und Jugend hinter sich, sondern scheint – so legt das Selbstporträt des Serienmörders nahe – eine relativ normale Adoleszenz verbracht zu haben.
Doch selbst für eingefleischte True-Crime-Fans bleibt auch hier eine unbequeme Frage offen: Inwieweit ist es vertretbar, reale Gewalt und das Leid echter Menschen als Form von Unterhaltung zu konsumieren – und wo beginnt, vor allem bei aktuelleren Fällen, die moralische Grauzone im True-Crime-Genre? Seine Methoden wurden immer grausamer, bis er mit einem Bohrer vorgenommene Lobotomien probierte, um seine Opfer zu „lebenden, willenlosen Zombies“ zu machen.